Zitat: ” Auf den 500. Todestag des italienischen Malers Giorgione emittierte Italien am 19. Juli eine 10-Euro-Silbermünze. Giorgione, der eigentlich Giorgio Barbarelli da Castelfranco hieß, wurde 1478 in Castelfranco Veneto geboren. Beeinflußt von den Gemälden Giovanni Bellinis und Leonardo da Vincis entwickelte sich Giorgione zu einem der wichtigsten Vertreter der venezianischen Hochrenaissance. Obwohl er eine ganze Reihe von Fresken und Ölgemälden schuf, sind nur wenige seiner Arbeiten auf uns gekommen, bzw. lassen sich nur wenige von diesen mit absoluter Sicherheit ihm zuschreiben. Dies liegt zum einen daran, daß kaum etwas aus seinem Leben überliefert wurde, weshalb seine Werke erst durch die Beschreibungen anderer erkennbar wurden und zum anderen so viele zeigtgenössische Kopien und Varianten seiner Gemälde existieren, daß eine eindeutige Identifizierung seiner Arbeiten ungemein erschwert wird. Zudem wurden längst nicht alle Bilder von ihm vollendet, die von ihm begonnen wurden. Die Fertigstellung erledigten in solchen Fällen seine Schüler. ”


” Als gesicherte Werke Giorgiones gelten heute: “Feuerprobe Mosis”, “Urteil Salomons”, “Anbetung der Könige”, “Judith”, “Bildnis eines jungen Mannes”, “Bildnis einer jungen Frau”, “Das Gewitter” und “Thronende Madonna mit den Heiligen Franziskus und Liberale”. Das “ländliche Konzert” und die “Schlummernde Venus” dagegen werden seinem grandiosen Schüler Tizian zugeschrieben. Mit seinen von Licht durchfluteten Landschaften, seiner Kohärenz von Farbe, Licht und Form und seiner Harmonie von Figur und Licht wurde Giorgione wegweisend für die Malerei des 16. Jh. Giorgio Barbarelli da Castelfranco verstarb im Oktober 1510 in Venedig im Alter von nur 32 Jahren. Die Münze zeigt auf ihrer Vorderseite ein nach links gewandtes Porträt Giorgiones mit Zitrusfrucht in der Hand nach einem Stich von W. Hollar von 1650. Die Umschrift lautet: REPUBBLICA ITALIANA. Auf der Rückseite sehen wir ein Detail des Gemäldes “Das Gewitter” von 1506/08 und lesen: GIORGIONE / 1510 - 2010 / 10 EURO. Die Parameter der Münze: 10 Euro, Silber 925/1000, 22 g, 34 mm, Auflage: 7.500 in PP. Künstler: Maria Carmela Colaneri. Münzstätte: IPZS, Rom. ”
Quellenbezug: © Michael Kurt Sonntag - Münzen Revue - Online-Ausgabe: 20.07.2010
Zitat: ” Im Rahmen der Serie “Italienische Kunst” emittierte Italien am 19. Juli eine 10-Euro-Silbermünze auf die Basilika “Santa Maria Asunta” in Aquileia. Diese wurde im 11. Jh., genauer gesagt zwischen 1021 und 1031, nach dem Vorbild der Hildesheimer Michaelis-Kirche errichtet. Die Vorhalle der Basilika stammt jedoch schon aus dem 9. Jh. und ihr Baptisterium sogar aus dem 5. Jh. Allerdings besitzt sie im Unterschied zu ihrem Vorbild kein Doppelchor, sondern nur ein Ostchor, hat dafür aber einen Glockenturm (italienisch “Campanile”). Berühmtheit erlangte diese 65,5 m lange, 30 m breite und 23 m hohe Basilika vor allem wegen ihrer Fußbodenmosaike aus dem 4. Jh. und ihren Fresken, die vom 12. Jh. bis in die frühchristliche Zeit zurückreichen. Ihre hölzerne Decke ist dagegen sehr viel jünger - sie stammt aus dem Jahr 1526. ”


” Übrigens, diese bedeutendste Kirche Aquileias ist Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Münze zeigt auf ihrer Vorderseite die Basilika “Santa Maria Asunta” von der Piazza del Capitolo aus gesehen, umgeben von einem Grundrißdetail des gewaltigen Gebäudekomplexes von Aquileia und nennt die Staatsbezeichnung und das Emissionsjahr. Auf der Rückseite sehen wir Aquileia auf einer Karte des Römischen Reiches von Konrad Peutinger (1465-1547) und lesen ITALIA DELLE ARTI / 10 EURO. Da diese Münze zudem Teil der multinationalen Serie “Bedeutende Architekturdenkmäler Europas” ist, weist sie auch den schiefen fünfeckigen Stern mit Euro-Symbol auf. Die Parameter der Münze: 10 Euro, Silber 925/1000, 22 g, 34 mm, Auflage: 7.500 in PP. Künstler: Roberto Mauri. Münzstätte: IPZS, Rom. ”
Quellenbezug: © Michael Kurt Sonntag - Münzen Revue - Online-Ausgabe: 20.07.2010


Zitat: ” Vor 300 Jahren wurde im sächsischen Meißen die erste Porzellanmanufaktur Deutschlands gegründet und dort erstmals in größerem Stil Porzellan hergestellt. Aus diesem Anlaß emittierte die Bundesrepublik Deutschland am 8. Juli eine 10-Euro-Silbermünze. Nun war es dem Naturforscher und Alchemisten Johann Friedrich Böttger (1682-1719), der im Auftrag Augusts des Starken Gold herstellen sollte, zwar nicht gelungen, echtes Gold zu produzieren, dafür gelang ihm aber 1707 die Produktion des nach ihm benannten “roten Böttgersteinzeugs” und 1708 die erste Herstellung von weißem Porzellan. Nachdem Böttger die Technik zur Porzellanherstellung bis 1710 erfolgreich weiter entwickelt hatte, gründete man 1710, wie bereits erwähnt, in Meißen die erste Porzellanmanufaktur und übertrug ihm deren Leitung. Am 13. März 1719 verstarb Johann Friedrich Böttger in Dresden im Alter von nur 37 Jahren.
Doch schon bald erfaßte das Fieber nach dem “weißen Gold” - wie das Porzellan auch genannt wurde - auch andere Fürstenhöfe und Herrscherhäuser in Deutschland und Europa und es entstanden weitere Porzellanmanufakturen in Berlin, Ludwigsburg, Nymphenburg, Kopenhagen, Sèvres, Wien und Worcester. Die Münze zeigt auf ihrer Rückseite drei Bruchstücke eines Tellers, die symbolisch für die Zerbrechlichkeit des Porzellans stehen und nennt die Umschrift: 300 JAHRE Porzellan-HERSTELLUNG IN DEUTSCHLAND. Auf der Vorderseite sehen wir den Bundesadler und zwölf Sterne und lesen Staatsbezeichnung, Wertangabe und Emissionsjahr. Die Parameter der Münze: 10 Euro, Silber 925/1000, 18 g, 32,50 mm, Randschrift: ZAUBER DER ZERBRECHLICHKEIT, Auflage: 1.520.000 in Stgl. und 180.000 in PP. Künstler: Ulrich Böhme, Werner Mebert. Münzstätte: Staatliche Münzen Baden-Württemberg, Stuttgart (F).”
Quellenbezug: © Michael Kurt Sonntag - Münzen Revue - Online-Ausgabe: 10.07.2010


Zitat: ” Am 1. Juli emittierte die Zentralbank der Russischen Föderation eine 2-Rubel-Silbermünze auf den russischen Maler Isaak I. Lewitan. Isaak Iljitsch Lewitan wurde am 30. August 1860 in der Nähe von Kybartai (heute Litauen) geboren. Er entstammte einer verarmten aber gebildeten jüdischen Familie. Ende der 1860er siedelte seine Familie nach Moskau um. Ab 1873 besuchte er dort die Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur. Hier lernte er den Bruder des Schriftstellers Anton Tschechow und über diesen dann auch Anton selbst kennen, der schon bal sein bester Freund wurde. 1877 stellte Lewitan in Moskau erstmals seine Gemälde aus, die zahlreiche Bewunderer fanden. Drei später kaufte auch der Millionär und Kunstsammler Pawel Tretjakow - nach ihm wurde die weltberühmte Tretjakow-Gallerie benannt - ein Gemälde von ihm. Lewitan, der hauptsächlich nichturbane Landschaften malte und im Laufe seines Lebens über 1000 Gemälde schuf, die ihn weltbekannt machten, malte aber nicht nur, sondern arbeitete in den 1880ern auch für die Zeitschrift “Moskwa”,
illustrierte eine Ausgabe des “Kreml” von M. Fabrizius und schuf eine Szenerie für Opernaufführungen an der Privatoper “Mamontew”. Obwohl man 1897 ein schweres Herzleiden bei ihm festgestellt hatte, begann er noch im selben Jahr an der Akademie der Künste, in die man ihn kurz zuvor aufgenommen hatte, zu unterrichten. 1898 leitete er dann das Atelier für Landschaftsmalerei an der Akademie. Zwei Jahre danach, genauer gesagt am 4. August 1900, verstarb Isaak Iljitsch Lewitan in Moskau, nur ein paar Wochen vor seinem 40. Geburtstag. Die Münzrückseite zeigt den Maler mit Palette und zwei Pinseln fast von vorn und im Hintergrund eine farbige Landschaft, die sich im Wasser eines Sees spiegelt. Die Münzlegende nennt seinen Namen und seine Lebensdaten. Die Parameter der Münze: 2 Rubel, Silber 925/1000, teilweise farbig, 1/2 oz. Feingewicht, 33 mm, Auflage: 5.000 in PP. Münzstätte: Sankt Petersburg. ”
Quellenbezug: © Michael Kurt Sonntag - Münzen Revue - Online-Ausgabe: 09.07.2010

Zitat: ”
(pdn) Auf den Punkt genau zum Stadtgeburtstag, der am
17. Juni gefeiert wird, hat Karlsruhe vergangene Woche mit der Erstprägung einer weit über die Stadtgrenzen hinaus bedeutsamen Silberkollektion offiziell den Weg zum großen Stadtjubiläum 2015 eingeläutet. Das Motiv der Eröffnungsprägung zeigt den Gründer Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach sowie das berühmte Schloss mit dem Grundriss der Stadt.
Die Stadt hatte zu einer offiziellen Feierstunde in die Staatliche Münzstätte Karlsruhe eingeladen. Somit war der Ort der Feierlichkeit auch gleichzeitig der Produktionsort der Gedenkprägungen. In Anwesenheit von Vertretern der Stadt und weiterer geladener Gäste übergab der Leiter der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg, Dr. Peter Huber, die Erstprägung der Gedenkkollektion an die Karlsruher Bürgermeisterin Margret Mergen, die sich sichtlich erfreut zeigte: „Hier, wo die Euros und Sondermünzen mit dem Buchstaben G geprägt werden, ist der richtige Ort, um den öffentlichen Auftakt für unsere Zeitreise bis ins Jahr 2015 zu begehen. Denn in diesem Jahr wird Karlsruhe 300 Jahre alt und das Stadtjubiläum feiern.“
Die von der Bürgermeisterin angesprochene Zeitreise beginnt auf der Erstprägung mit dem Gründungsmythos von Karlsruhe. Der Legende nach könnte der Stadtname eng mit ihrer Entstehung verbunden sein. So wird erzählt, dass sich der badische Markgraf Karl Wilhelm während er unter einem Baum ruhte, die perfekte Stadt erträumte: angeordnet wie ein Fächer, in dessen Zentrum ein prächtiges Schloss steht, von dem alle Straßen wie die Strahlen der Sonne ausgehen. Seine „Traum-Stadt“ gründete Karl-Wilhelm am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses, zu dem strahlenförmig 32 Straßen führen. Auf der Erstprägung der Gedenkserie ist denn auch der geniale Grundriss mit dem Schloss als Mittelpunkt abgebildet.
„Diese Prägung“, betont Bürgermeisterin Margret Mergen, „ist Ausgangspunkt einer Reihe von Silbergedenkprägungen, die alle in Spiegelglanzqualität erscheinen werden. Die Sammlung wird bedeutende Persönlichkeiten, herausragende Bauten und historische Ereignisse aus der 300-jährigen Stadtgeschichte abbilden und auch aktuelle Themen aus Karlsruhe aufgreifen.“ Man dürfe sich jetzt schon auf die weiteren Motive freuen erklärt die Erste Bürgermeisterin der Stadt und nennt zwei Gedenkprägungen, die noch in diesem Jahr erscheinen werden und an zwei Söhne Karlsruhe erinnern: Eine der Silberprägungen (333/1000) ist dem vor 225 Jahren geborenen Karl Drais gewidmet, Erfinder der weltbekannten Draisine sowie der Schreibmaschinentastatur. Die andere hat den vor 250 Jahren in Karlsruhe geborenen berühmten Dichter und Pädagogen Johann Peter Hebel zum Motiv, dem auch bundesweit durch das diesjährige Hebeljahr gedacht wird.
Neben weiteren berühmten Persönlichkeiten, die mit Karlsruhe in Verbindung stehen, wie etwa Carl Benz oder Heinrich Hertz werden auch berühmte Bauwerke in die Serie mit einbezogen. So werden der Bundesgerichtshof und das Bundesverfassungsgericht ebenso zu Ehren kommen wie die Kunstsammlung ZKM oder Schloss Gottesaue. Insgesamt umfasst der Motivkreis Gedenkprägungen mit den Themen Technologie, Kunst und Kultur, Demokratie und Recht sowie Lebensqualität. Zusätzlich ist geplant, einmal im Jahr eine Sonderprägung herauszugeben, bei welcher vom Verkaufspreis jeweils zwei Euro einem vorher definierten karitativen Projekt zufließen. Die Münzhandelsgesellschaft Deutsche Münze in Braunschweig ist dabei für alle Ausgaben die autorisierte Zuteilungsstelle.
Abschließend bedankt sich Bürgermeisterin Margret Mergen bei allen Partnern und erklärt: „Die Stadt Karlsruhe gibt diese historisch einmalige Prägungen in Kooperation mit den Staatlichen Münzen Baden-Württemberg heraus – eine Kollektion, an der sich viele Sammler erfreuen können.“
Spezifikationen:
Silber (333/1000), Durchmesser: 32,5 mm + 36 mm, Prägequalität: Spiegelglanz, gemeinsame Rückseite: Wappen der Stadt Karlsruhe, ab 10 Euro.”
Quellenbezug: © Pressedienst-Numismatik - Online-Ausgabe: 24.06.2010

Auktionstrends
“HEISS BEGEHRT” resümierte die WELT AM SONNTAG am 6. Juni 2010 in der Rubrik FINANZEN ihren Bericht über Briefmarken als Anlageobjekte. Und was dort der Leser auf S. 49 mit der Schlagzeile “Flucht in die Briefmarke” ganzseitig berichtet bekam, bestätigte sich ein weiteres Mal brandaktuell auf der 130. Internationalen Felzmann-Auktion vom 16.-19. Juni 2010: Top-Preise für Top-Philatelie … → Weiterlesen

Erfolgsrezept
Man nehme: Etliche Kilo geprägten Edelmetalls (ca. 14 Kilo Gold sollten hier genügen), historische Schätze aus vier Jahrtausenden, seltene Banknoten, beliebte Sammlerstücke und eine Vielzahl an Käufern aus aller Welt.
… → Weiterlesen
Quellenbezug: eMail an unsere Redaktion von der Firma Felzmann als Presseinformation vom 23.06.2010






